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Regelmäßige Kontrollen der Feuerungsanlagen sind hierzulande gesetzliche Pflicht. Das hat dazu geführt, dass die Zahl der Kohlen-monoxidvergiftungen stetig sinkt.
Bisher werden beim Statistischen Bundesamt Kohlenmonoxidvergiftungen nicht extra erfasst. Experten der Feuerwehr gehen jedoch davon aus, dass es beim Betreiben unsachgemäß installierter Feuerungsanlagen auch zu tödlichen Unfällen kommt: So gab es 1998 bundesweit insgesamt neun Tote, im Jahr 2000 wurde ein Todesfall registriert.
“Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Staaten regeln die Gesetze in Deutschland die Verantwortlichkeiten und die Aufsichtspflicht genauer“, sagt Erika FeIler von der Schornsteinfeger-Innung Berlin.
Die sinkende Zahl der Unglücksfälle mit tödlichem Ausgang bestätige, dass diese Kontrollen notwendig und sinnvoll seien. Eine Kehr- und Überprüfungspflicht für Feuerungsanlagen (Schornsteine, Abgas-leitungen, Verbindungsstücke und Feuerstätten) gibt es auch in anderen europäischen Ländern. Oft wird die Durchsetzung nicht gesetzlich geregelt.
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In Norwegen und Schweden werden Schornsteinfeger beispielsweise von der Kommune angestellt, die dann in deren Auftrag die kehr- und überprüfungspflichtigen Arbeiten erfüllen. Die Kommune kassiert die fälligen Gebühren mit den auf das Grundstück zu erhebenden Steuern ein. In Belgien und Frankreich gibt es nur eine Kehrpflicht, die Überprüfung der Feuerstätten entfällt. In der Schweiz und in Österreich wird -ähnlich wie in Deutschland- von Schornsteinfegern gekehrt und überprüft.
Auch in Polen, Tschechien und Ungarn gibt es die Kehrpflicht. Dort sorgen Schornsteinfeger mit regelmäßigen Reinigungs- und Überprüfungsarbeiten für deren Einhaltung. Ist die Überprüfungspflicht eindeutig geregelt, kontrolliert die Feuerversicherung. Bei fehlendem Nachweis über die Einhaltung der Kehrpflicht erhöht sich die Prämie für die Feuerversicherung deutlich (ca. 50%) oder der Versicherungsschutz erlischt. In europäischen Ländern, in denen eine Überprüfungspflicht der Feuerstätten nicht staatlich vorgeschrieben ist, sprechen die Zahlen von Kohlenmonoxidvergiftungen eine deutliche Sprache.
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In dem kleinem Land Belgien gibt es nach Angaben der Botschaft etwa 150 Opfer durch Kohlenmonoxidvergiftungen, teilt die Schornsteinfegerinnung mit. In Großbritannien wurden zwischen 1989 und 1998 insgesamt 533 Todesfälle registriert. In Frankreich sind es jährlich rund 400 Tote und 8000 Opfer in Folge von Kohlenmonoxidvergiftungen.
Fazit: Die Hauptursache für Kohlenmonoxid- vergiftungen liegt an den im Ausland nicht überprüften Feuerungsanlagen. Der verhängnisvolle Irrglauben, dass der Brennstoff Gas aufgrund des sauberen Brennverhaltens keinerlei Wartung bedarf, führt jährlich zu zahl- reichen Todesopfern. In Deutschland gibt es aufgrund der erlassenen Gesetze die sichersten Feuerungsanlagen.
Gelesen Handwerk Nr.7/04 14.09.2004
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